Regionales Strahlenschutzzentrum

Die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Würzburg ist als Regionales Strahlenschutzzentrum der Berufsgenossenschaft für Feinmechanik und Elektrotechnik sowie der Berufsgenossenschaft für Chemie eingebunden in ein Netz von 11 Regionalen Strahlenschutzzentren in der Bundesrepublik Deutschland. Die Strahlenunfallstation der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin wurde zur Behandlung von Patienten mit Verdacht auf Kontamination oder Inkorporation von Radionukliden sowie für die Versorgung von Verletzten bei (beruflichen) Unfällen im Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen errichtet. Es besteht die Möglichkeit zur operativen und intensiv-medizinischen Versorgung der Patienten. In Katastrophenfällen mit Massenanfall von Verletzten wird die Strahlenunfallstation wegen ihrer begrenzten Kapazitäten allerdings zur Durchführung von Spezialuntersuchungen und –behandlungen nur bedingt aufnahmefähig sein. Vom Konzept her ist das Strahlenunfallzentrum auf eine Doppelnutzung sämtlicher Geräte und Funktionsräume angelegt. So wird z.B. die Bettenstation mit 14 Betten ständig zur Routinetherapie mit offenen Radionukliden in der Krankenversorgung genutzt. Damit ist gewährleistet, dass das Personal in der täglichen Routine mit den Geräten, die auch bei einem Strahlenunfall gebraucht werden, umgehen kann und deren Funktionstüchtigkeit dabei ständig überwacht wird. Zudem wird die teure Vorhaltung von Geräten ausschließlich für den Bedarfsfall vermieden.

Die Strahlenunfallstation besteht aus folgenden Einheiten:

  • Dekontamination (mit Physiklabor und Messeinrichtungen)
  • Ganzkörperzähler
  • Operationseinheit
  • Intensivstation mit 2 Betten
  • Bettenstation mit 14 Betten

Die Klinik ist für folgende Maßnahmen ausgerüstet:

medizinisch:

  • medizinische Erstversorgung
  • chirurgische Versorgung (in Kooperation mit den entsprechenden Fachkliniken)
  • intensivmedizinische Betreuung (in Kooperation mit den entsprechenden Fachkliniken)
  • Dekorporationstherapie
  • Röntgen
  • Szintigraphie

physikalisch:

  • Kontaminationsmessung
  • Inkorporationsmessungen mittels Ganzkörperzähler
  • Ausscheidungsanalyse
  • Spektroskopie
  • Dekontamination
  • Dosisermittlung nach Kontamination, Inkorporation und perkutaner Bestrahlung

Eine Strahlenunfallmeldung erfolgt über die Telefonnummer (0931/ 201-44400) oder über die Vermittlung des Universitätsklinikums (0931/ 201-0).

Links zu weiteren Strahlenschutzzentren:

Charité - Universitätsklinikum Berlin
Campus Benjamin Franklin
Institut für Nuklearmedizin
www.medizin.fu-berlin.de/num/

Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus"
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin an der Technischen Universität Dresden
http://www.tu-dresden.de/mednukl/nuklearmedizin.html

Klinikum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Klinik für Nuklearmedizin
http://www.medizin.uni-greifswald.de/nukmed/rsz.html

Asklepios-Klinik St. Georg
Abt. für Nuklearmedizin
http://www.nuklearmedizin-akstgeorg.de

Medizinische Hochschule Hannover
Abt. Nuklearmedizin / Biophysik
http://www.mh-hannover.de/252.html

Universitätsklinikum des Saarlandes
Abt. für Nuklearmedizin
http://www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/kliniken_institute/nuklearmedizin

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Nuklearmedizinische Klinik
http://www.uniklinik-duesseldorf.de/nuklearmedizin

Forschungszentrum Karlsruhe
Medizinische Abteilung
http://www.fzk.de/fzk/idcplg?IdcService=FZK&node=0080

GSF Forschungszentrum
Institut für Strahlenschutz
http://www.gsf.de/iss/index.phtml

Städtisches Klinikum München GmbH
Krankenhaus München Schwabing
Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz
http://www.kms.mhn.de/2015.htm