REMPAN-Zentrum Würzburg
Dem WHO REMPAN (Radiation Emergency Medical Preparedness and Assistance Network) Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind derzeit weltweit neun Kollaborationszentren und 19 Liaison Institutionen angeschlossen. Mitglieder im Netzwerk sind international führende medizinische und Forschungseinrichtungen, die in unterschiedlichsten Bereichen des Strahlenunfallmanagements spezialisiert sind. Zu den allgemeinen Aufgaben des WHO REMPAN Netzwerkes gehören medizinische Strahlennotfallvorsorge sowie medizinische Hilfeleistung und Beratung von Mitgliedsstaaten im Falle von nuklearen oder radiologischen Notfällen.
Im Jahr 2004 übernahm die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Würzburg die Nachfolge des WHO REMPAN Kollaborationszentrum für Strahlenunfallmanagement der Universität Ulm gemäß einer Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK) von Juli 2002, nachdem das Mandat des ersten deutschen WHO REMPAN Kollaborationszentrums unter der Leitung von Prof. T. M. Fliedner nach 12-jähriger Arbeit auslief. Der seit Anfang 2003 bestehenden Zusammenarbeit mit der WHO als sog. Liaison Institut folgte im Juli 2005 in Anerkennung ihrer Arbeit die offizielle Designation der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin zum WHO REMPAN Kollaborationszentrum für medizinische Vorsorge und Hilfe bei Strahlenunfällen.
Die bisherigen Aufgabenbereiche wurden weitgehend fortgeführt und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die drei Hauptaufgaben des WHO Kollaborationszentrums für medizinische Vorsorge und Hilfe bei Strahlenunfällen sind die Einrichtung eines nationalen Kompetenz- und Referenzzentrums, die Repräsentanz Deutschlands im internationalen WHO REMPAN Netzwerk und die medizinische Auswertung von Strahlenunfällen auf Datenbankbasis.
Bei der gegenwärtigen Weiterentwicklung der von der Ulmer Arbeitsgruppe errichteten Strahlenunfalldatenbank SEARCH (System for Evaluation and Archiving of Radiation Accidents based on Case Histories) zur neuen RESEARCH (ReEngineered System for Evaluation and Archiving of Radiation Accidents based on Case Histories) Datenbank stehen vier Aufgaben im Mittelpunkt: die technische Entwicklung zu einer Web-basierten Anwendung, die quantitative und qualitative Umstrukturierung, die Erhöhung der Datenqualität und die inhaltliche Erweiterung der Datenbank.
Zwei weitere wissenschaftliche Schwerpunkte sind Strahleneffekte an der Schilddrüse und die physikalische und biologische Dosimetrie.
Kontakt:
- Tel. 0931 / 201-44800
- Email: k-nuklearmedizin@nuklearmedizin.uni-wuerzburg.de



