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REMPAN-Zentrum Würzburg

Dem WHO REMPAN (Radiation Emergency Medical Preparedness and Assistance Network) Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind derzeit weltweit 14 Kollaborationszentren und 20 Liaison Institutionen angeschlossen. Mitglieder im Netzwerk sind international führende medizinische und Forschungseinrichtungen, die in unterschiedlichsten Bereichen des Strahlenunfallmanagements spezialisiert sind. Zu den allgemeinen Aufgaben des WHO REMPAN Netzwerkes gehören medizinische Strahlenunfallvorsorge sowie medizinische Hilfeleistung und Beratung von Mitgliedsstaaten im Falle von nuklearen oder radiologischen Notfällen.

Im Jahr 2004 übernahm die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Würzburg die Nachfolge des WHO Rempan Kollaborationszentrum für Strahlenunfallmanagement der Universität Ulm gemäß einer Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK) von Juli 2002, nachdem das Mandat des ersten deutschen WHO Rempan Kollaborationszentrums unter der Leitung von Prof. T. M. Fliedner nach 12-jähriger Arbeit auslief. Der seit Anfang 2003 bestehenden Zusammenarbeit mit der WHO als sog. Liasion Institut folgte im Juli 2005 in Anerkennung ihrer Arbeit die offizielle Designation der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin zum WHO REMPAN Kollaborationszentrum für medizinische Vorsorge und Hilfe bei Strahlenunfällen. 2009 wurde die Akkreditierung für weitere vier Jahre erteilt.

Die 2009 mit der WHO neu vereinbarten Aufgaben, sog. Terms of Reference, des WHO Kollaborationszentrums für medizinische Vorsorge und Hilfe bei Strahlenunfällen beinhalten:

  • Fachliche Unterstützung bei der Bewältigung radiologischer und nuklearer Unfälle
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Konzepten und Maßnahmen zur Förderung der Strahlenunfallvorsorge
  • Wissenstransfer / Informationsvermittlung
  • Forschung (zu Prävention, Diagnose, Behandlung und Follow-up) von Strahlen induzierten Schilddrüsenerkrankungen
  • Forschung im Bereich von Biomarkern zur individuellen Strahlenexposition
  • Internationale Kooperationen im Bereich der medizinsichen Vorsorge und Bewältigung von Strahlenunfällen

Aktuelle Projekte sind die Betreuung einer Krankenhausdatenbank und die Entwicklung eines Curriculums zur Fortbildung von Ärzten im präklinischen Strahlenunfallmanagement.

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